Veränderungen unseres Darmmikrobioms und Darmschleimhäute sind sehr häufig an der Entstehung vieler Krankheiten beteiligt.

Menschen leben in einer symbiotischen Beziehung mit unzähligen Arten von Bakterien. Gerade in unserem Darm übersteigt die Zahl der dort lebenden Bakterienarten, fast die Anzahl unserer Körperzellen. Diese Bakterien können, neben einer Vielzahl anderer Funktionen, Krankheitserreger in Schach halten, unser Immunsystem trainieren und uns mit Vitaminen und Nährstoffen versorgen.

Äußere Umstände wie beispielsweise Umwelteinflüsse, Ernährungsweise, Medikamente oder Stress können der natürlichen Besiedlung des Darms schaden. Als Folge treten häufig akute Störungen wie Verstopfung, Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen auf. Aber auch chronische Erkrankungen, wie Allergien, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem können durch eine fehlbesiedelte Darmmikrobiota entstehen. [Quelle: www.mikrooek.de]

In der mikrobiologischen Therapie werden Arzneimittel genutzt, welche lebende, oder inaktivierte Bakterien enthalten und Mittel, die deren Aktivität und Wachstum fördern bzw. lenken.

Die mikrobiologische Therapie nutzt den positiven Einfluss natürlicher Darmbakterien, um Krankheiten vorzubeugen und zu behandeln, bei denen ein Ungleichgewicht der Darmmikrobiota eine Rolle spielt. Es handelt sich um eine alleinstehende, aber auch begleitende Therapiemethode, je nach Indikation. Nicht nur klassische Darmerkrankungen werden so therapiert, auch die Therapie chronischer Erkrankungen, die Schmerztherapie und die Behandlung von Rückenleiden profitieren häufig von einer mikrobiologischen Behandlung.